• Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Tag 17

Um 9 Uhr geht es weiter, so lange geschlafen bis ich fast in eigenem Saft hätte weiter schwimmen können. Mit letztem Wasser Katzendusche und Radschuhe gewaschen. Blasen, einmal wegen dem Gewaltakt Tags zuvor, zudem wegen den Schweißschuhen. 500 Meter weiter ist zum Glück der erste Wasserspender, erfrische mich, wasche meine Sachen und frage einen netten Italiener auf dem Moped nach dem Weg. - Zurück nach Bussolengo, dann auf der Regionalstraße direkt nach Sommacampagna. Settimo wäre zwar schon richtig gewesen, was den Weg der alten Römer anbelangt, doch da es ohnehin die nächsten zig Kilometer keinen Radweg gibt und der Weg sich durch viele kleine Ortschaften schlängelt nehmen wir die übersichtlichere Abkürzung mit weniger Steigungen.

Ehe wir über Bussolengo hinaus kamen musste ich einen Halt einlegen und mich stärken. Phönix hatte gestern zudem nichts richtiges gegessen. - Wenn auch siebzig Kilomter weniger gemacht als ich, doch ich habe mir das ausgesucht.

"Alle Passegiata" das Ristorante passt doch zu uns! Netter Chef, sehr sympatische Kellnerin. Sie bringt Phönix einen großen Eimer Nudeln mit Fleischstücken, so viel das er ihn garnicht ganz schafft - das will was heißen!

Ich bekomme eine kleine Portion Nudeln. Dachte mir schon sie hätte mir etwas von den Hundenudeln geben können, da kommt sie mit dem Hauptgang, Fisch mit Gemüse. - Satt und zufrieden genieße ich im Anschluss meinen Caffé, dann geht es weiter.

Viel hatten wir ja zuvor nicht geschafft, also noch geradelt bis es dunkel wurde. Insgesamt etwa 70 Kilometer zurückgelegt. 60 davon Nachmittags bis in den Abend. - Nicht schlecht, morgen muss ich nur vormittags mehr schaffen! Auf einem Feldweg den Wagen aufgestellt. Schon beim absteigen wollen die Stechmücken mich fressen! Gefühlte (im wahrsten Sinne!) Millionen kommen aus dem anliegenden Maisfeld. Schnell Katzenwäsche, dann Teebaumöl, dann chemisches Mittel - endlich lassen sie ab von mir - und stürzen sich auf Phönix, der reibt sich im Gras, ich besprühe ihn mit Niemöl, dann geht es.

Möchte gerade erschöpft in den Wagen steigen, da kommt der Bauer, erst fragt er unwirsch was ich hier treibe, dann schmunzelt er, das Projekt gefällt ihm. "Aber morgen früh bist du weg?" - "Ja klar, möchte ja weiter." - Er wünscht noch eine gute Nacht und gute Reise.

Follow us on Twitter
Sie befinden sich hier