In der früh entdeckte ich eine Zecke bei Phönix. Beim Rausmachen noch eine, und noch eine, und noch drei... am Ende zählte ich zweiundachtzig dieser kleinen Biester! So viele waren mir im ganzen Leben noch nicht untergekommen. Er musste sich direkt in ein Zeckennest gelegt haben. Die meisten Zecken waren so winzig das man sie selbst in Phönix's kurzem Fell leicht übersah. - Wer weiß wie viele trotz gründlicher Untersuchung noch an ihm hängen. - Die Babyzecken hatten sich Phönix als ihren ersten Wirt ausgesucht. Es sollte auch ihr letzter sein. Die ersten dreißig zermalmte ich noch mit einem Stein, dann holte ich mir ein Teelicht und warf die restlichen zweiundfünfzig einfach in das Wachs, ging schneller.
Nach dem Frühstück - Verwertung restlicher Lebensmittel - nahm ich Kontakt mit Ana auf. Sie hatte mittlerweile eine Stahldeichsel nachbauen lassen und wollte sich heute mit mir zur Übergabe treffen. Zudem nutzte ich noch einmal die Gelegenheit in der "elektronischen Zivilisation" E-Mails zu beantworten und dieses Tagebuch zu führen. - In nächster Zeit werde ich wohl nicht mehr so schnell dazu kommen. Jedenfalls nicht mehr so regelmäßig und bequem.
Jetzt gilt es den Wagen auf- und vor allem aus-zu-räumen. Die Höhenmeter vom Vortag haben mir klargemacht das ich so nicht über die Alpen komme. Zumindest nicht mehr in diesem Sommer. - Wenn ich alle fünfzig Meter eine Verschnaufspause einlegen muss...
...leider noch nichts aussortieren können was ich gar nicht mehr benötige. Vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit das Vereinskollegen & Freunde etwas mitnehmen und später wieder vorbei bringen. Mal sehen.
Am Abend kam Ana mit der Stahldeichsel. Eine Stunde versuchte ich alleine die steckende Ersatzaludeichsel zu lösen. Mit dem Erfolg das sie sich um fünf Zentimeter bewegt hatte. Dann half Gerd, der Mann des Hauses. In fünfzehn Minuten schafften wir zusammen fünfzehn Zentimeter. Die Hälfte steckte noch. Zum Hämmern oder für andere schwerere Geschütze war es bereits zu spät, also blieb nichts anderes übrig als noch eine Nach darüber zu schlafen.






